ZUSATZ INFORMATIONEN

Neue BAFA-Handreichung zur Zusammenarbeit in der Lieferkette

BaFA gibt Empfehlungen, wie verpflichtete Unternehmen und Ihre Zulieferer zusammenarbeiten können.

Die neue am 16. August veröffentlichte Handreichung des BAFA zur Zusammenarbeit in der Lieferkette zeigt, wie verpflichtete Unternehmen und ihre Zulieferer zusammenarbeiten können. Die Handreichung wurde vom BAFA und dem „Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte“ erstellt.

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Unternehmen, ab einer bestimmten Größe menschenrechtliche und bestimmte umweltbezogene Sorgfaltspflichten in ihren Lieferketten zu beachten. Das Gesetz hat auch Auswirkungen auf Unternehmen, die nicht in den Anwendungsbereich des LkSG fallen, aber in direkter oder indirekter Zulieferbeziehung zu einem verpflichteten Unternehmen stehen. Das LkSG sieht vor, dass verpflichtete Unternehmen zur Erfüllung ihrer Sorgfaltspflichten mit Zulieferern zusammenarbeiten, auch wenn diese selbst nicht unter das Gesetz fallen.

Die Handreichung zur Zusammenarbeit in der Lieferkette zeigt, wie verpflichtete Unternehmen und ihre Zulieferer zusammenarbeiten können. Es werden auch die Grenzen der Inanspruchnahme von nicht-verpflichteten Unternehmen durch verpflichtete Unternehmen dargestellt. Darüber hinaus enthält sie weiterführende Informationen zur Umsetzung der Sorgfaltspflichten, Empfehlungen für eine konstruktive Zusammenarbeit und praktische Hinweise zu bestehenden Unterstützungsangeboten.

Die Erfüllung der Sorgfaltspflichten und die Zusammenarbeit in der Lieferkette ist ein Prozess, der auf Dialog und kontinuierlichem Austausch beruht. Eine Übertragung von Pflichten aus dem LkSG an Zulieferer ist allerdings nicht zulässig. Die nach dem Gesetz verpflichteten Unternehmen stehen in der eigenen Verantwortung, die Sorgfaltspflichten zu erfüllen. Das LkSG verankert dabei zwei Prinzipien für die Erfüllung der Sorgfaltspflichten: Angemessenheit und Wirksamkeit. Dies bedeutet, dass Unternehmen risikobasiert vorgehen sollten und zugleich die Weitergabe von Pflichten aus dem LkSG an Zulieferer klar begrenzt ist.